Isotopenhydrologische Untersuchung Altausseer See

Auftraggeber: Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Abteilung 15

Bearbeitungszeitraum: 10/08/2012 bis 13/08/2014 und seit 16/11/2015 laufend


Das Projekt

Durch neue im Auftrag der Steiermärkischen Landesregierung durchgeführte Tiefenlotungen wurde im Altausseer See eine Hohlform (Trichter) entdeckt, die an der tiefsten Stelle 74 m unter dem Seespiegel liegt, also 24 m mehr als bisher bekannt. Der See empfängt seinen Zufluss vor allem durch unterseeische Quellen.

Projektziele waren die Detektierung und Quantifizierung von Karstwasserzutritten sowie die Zonierung unterschiedlicher Grundwasserregime im Altausseer See.

Unsere Tätigkeit

Es kamen die folgenden Untersuchungsmethoden zum Einsatz:

  • Modellierung der Seewasserbilanz
  • Detektierung der Karstwasserzutritte mittels der stabilen Umweltisotope Sauerstoff-18 und Deuterium
  • Tauchgang in den Trichter
  • Strömungsmessungen (Flowmeter) direkt im Trichter

Mit dem Ziel der Detektierung von Karstwasserzutritten im See und Nachweis und Quantifizierung des Karstwasserzutritts im Trichter wurden tiefengestaffelte Untersuchungen auf die stabilen Isotope 18O und 2H durchgeführt, weiters erfolgten Beprobungen der Zuflüsse und des Abflusses. Die Ergebnisse ermöglichten den Nachweis, dass im Bereich des Trichters ein Zutritt von Karstwasser mit hohen Schüttungsschwankungen vorliegt, Mischungsberechnungen ergeben eine Schwankungsbreite zwischen nahezu 0 und über 5900 l/s. Ein Tauchgang in den Trichter bestätigte diese Ergebnisse (keine Schlammablagerungen). Eine geostatistische Interpolation der am Seegrund gemessenen 18O-Gehalte ermöglichte die Zonierung von Bereichen mit unterschiedlichen grundwasserbürtigen Regimen, die die hohe Alimentation des Sees durch Grundwasser aus einem Bergsturzgebiet und Karstwasser belegen (siehe Abb. unten). Das Isotopenmonitoring wird derzeit weitergeführt, um die Ergebnisse noch besser abzusichern.

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Zu den Leistungen