Erkundung alpiner Wasserressourcen – Kaisergebirge

Auftraggeber: Kompetenznetzwerk Wasserressourcen GmbH

Bearbeitungszeitraum: 01/2004 bis 12/2008


Das Projekt

Hochalpine Gebirgsräume der Nördlichen Kalkalpen wie das Kaisergebirge zählen zu be-sonders sensiblen Bereichen, da sie Wasserressourcen zur regionalen und überregionalen Trinkwasserversorgung bieten. Die Erkundung, Quantifizie-rung und Sicherstellung quali-tativ hochwertiger Wasserres-sourcen zur Trinkwasserver-sorgung stellt hohe metho-dische Anforderungen, da es sich um hydro(geo)-logisch komplexe, über weite Bereiche verkarstete Festgesteinsaqui-fere handelt, deren versor-gungs-wasserwirtschaftliche Relevanz oft (über)regionalen Stellenwert aufweist. Das Projekt wurde im Rahmen der Technologieoffensive der Österreichischen Bundesre-gierung innerhalb des Kompe-tenznetzwerkes „Wasserres-sourcen und deren Bewirt-schaftung“ durchgeführt.

Unsere Tätigkeit

Zur qualitativen und quantitativen Erfassung von Wasserressourcen stehen eine Reihe unterschiedlicher Untersuchungs-methoden zur Verfügung, die in systematischer und ökonomischer Vorgehenswei-se anzuwenden sind, um größtmögliche Aussagesicherheit zu ge-währleisten. Die Arbeiten bauten auf der Auswertung vorhandener hydrogeologischer Studien, der zahlreichen Quellaufnahmen sowie auf den Ergebnissen früherer Markierungsversuche auf. Die durch-gehende Anwendung von GIS gekoppelt mit Fernerkundungs-methoden erlaubt, rasch einen Gesamtüberblick über das Unter-suchungsgebiet zu gewinnen. Die zahlreichen Visualisierungsmög-lichkeiten bieten wertvolle Unterstützung für Interpretation und Be-wertung naturräumlicher Gegebenheiten. Flächendeckend wurde mittels Satellitenbildauswertung die Landnutzung einschließlich Ve-getation erfasst und mit GIS die flächenhafte Verteilung meteoro-logischer Parameter (Lufttemperatur, Niederschlag, Verdunstung) dargestellt. Die Beobachtung hydrologischer und physikalisch-che-mischer Parameter an Quellen im Hochgebirge stellt eine besonde-re Herausforderung dar. Am Beispiel einer für die Trinkwasserver-sorgung bedeutenden Quelle wurde die energieautarke Versorgung für die Parameter Wasserstand, Wassertemperatur und elektrische Leitfähigkeit demonstriert und die gewonnenen Daten mittels Datenfernübertragung via Satellit und Internet erfolgreich für die weitere Auswertung übertragen. Um zu einer für das Gesamtgebiet gültigen Vergleichsbasis zu gelangen, wurden im Monatsabstand an allen relevanten Fließgewässern Abflussmessungen und Mes-sungen der stabilen Umwelt-isotope 18O und 2H zur Höhenabgren-zung von Einzugsgebieten durchgeführt. Durch Modellierung (mit-tels Modellsystem MIKE-SHE) der Wasserbilanz und der Grund-wasserneubildung konnte eine plausible Datenbasis für versor-gungswasserwirtschaftliche Belange erstellt werden.

 

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Zu den Leistungen